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Aktueller Fall aus Duisburg

Newsticker Nordrhein-Westfalen 16.10.2019, Janine Bergendahl

Ein Cognac-Schwenker in der einen Hand, eine Zigarre in der anderen Hand. Man möchte meinen, die Zeiten seien vorbei, in der Geschäfte so besiegelt wurden. In Duisburg hingegen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Zumindest, was die Ver­quickung von Geschäft und Zigarrenkosum angeht. 

Dem Bund der Steuerzahler wurden Dokumente aus dem Jahr 2015 zugespielt, aus denen hervorgeht, dass die Duisburger Hafen AG regelmäßig ganze Kisten an Zigarren kauft: 25 Zigarren der Marke „Carlo Corado Crucero“ kosteten damals 105 Euro. Allein von Januar bis Juni wurden 23 Kisten geordert. Nachgefragt, wird dies unumwunden zugegeben: „Wir bieten besonderen Gästen unseres Hauses Zigarren zum direkten Genuss an.“ Auch heute noch wird dies so gehandhabt.  

Auf die Frage „Über welchen Zeitraum wurden diese Käufe getätigt?“ antwortet man „Wir praktizieren dies seit vielen Jahren.“ Ist diese Vorgehensweise nun einfach nur „aus der Zeit gefallen“ oder eine Steuergeldverschwendung? Schließlich ist die Duisburger Hafen AG Eigentümer und Betreiber des Duisburger Hafens und gehört zu zwei Dritteln dem Land Nordrhein-Westfalen und zu einem Drittel der Stadt Duisburg. Kritikwürdig ist allemal, dass die Zigarren von Fahrern der Duisburger Hafen AG im Rahmen von Botendiensten persönlich im  Tabakladen in Moers abgeholt werden – teilweise mehrmals im Monat. 

 

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